Meine bevorzugten Angelgewässer

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  • Der Decksteiner Weiher Ich möchte euch nun einmal das Gewässer vorstellen, an dem ich dieses Jahr die meiste Angelzeit verbringen werde. Der Decksteiner Weiher ist ein zwischen 1927 und 1929 künstlich angelegter Weiher. Er besteht aus einer flachen Betonschale, die überall gleich tief ist, ungefähr 1,20 m. Die Größe beträgt rund 20 ha. Der Weiher besteht aus einem kleinen Becken mit einer Insel drin am nördlichen Ende und einem großen Becken am südlichen Ende. Die Becken sind durch einen ca. 25m breiten Kanal miteinander verbunden. Der Grund ist gleichmäßig mit einer 10 bis 15 cm dicken Schlammschicht bedeckt. Im Sommer ist ein Großteil des Grundes mit Kraut bedeckt. Es besteht jedoch nicht die Gefahr, die Montage im Kraut zu verlieren, da es nur in der relativ dünnen Schlammschicht verwurzelt ist. Auch ist es kein Problem krautfreie Stellen zu finden. Man muss halt gründlich suchen. Ein weiteres Handicap sind die Wasservögel, die am und auf dem Decksteiner Weiher leben. Im Herbst des letzten Jahres habe ich über 60 Schwäne gezählt. Enten gibt es noch viele mehr. Und dann die Wasserhühne - nochmals viele, viele mehr. Enten und Wasserhühner tauchen gerne auch mal nach Boilies. Manchmal sehr nervig. Bootfahren ist verboten. Es gibt jedoch zwei Ausnahmen. Ein Ruderverein trainiert im Kanal und auf dem großen Becken. Im Becken ist das kein Problem. Im Kanal muß man sich ein wenig arrangieren - ist aber kein Problem. Im Kleinen Becken gibt es einen Ruder- und Tretbootverleih. Das ist im Sommer ein großes Problem, da die meisten Leute leider überhaupt keine Rücksicht auf Angler nehmen. Nun zum Fischbesatz. Der Karpfenbestand ist weit über 50 Jahre alt. Die letzten Besatzmaßnahmen sind auch mindestens 25 Jahre her. Das Durchschnittsgewicht der Karpfen beträgt um die 20 Pfund. 30 Pfünder werden öfters gefangen und auch 40 Pfünder sind keine Seltenheit. Nachweislich lebt ein Spiegler mit 54 Pfund im Weiher. Neben den Karpfen leben Hechte, Zander, Barsche und sehr große Brassen im Decksteiner Weiher. So, nun könnt Ihr Euch vorstellen, dass es nicht einfach ist, einen guten Spot zu finden. Aufgrund der Bodenbeschaffenheit ist es überhaupt nicht möglich. Es gibt auf der Insel im kleinen Becken ein paar ins Wasser gestürtzte Bäume. Hier muss man mit geschlossener Bremse fischen und sich so plazieren, dass der Karpfen nur seitlich von der Insel wegziehen kann ohne in die Äste zu gelangen. Bei schönem Wetter mit Bootsbetrieb ein fast hoffnungsloses Unterfangen. Eine weitere Möglichkeit wäre, einen Futterplatz anzulegen. Doch Vorsicht vor den Wasservögeln. Wenn diese mitbekommen, dass Futter ins Wasser geworfen wird, kommen sie über den halben Weiher angeflogen. Ein Futterboot wäre hier eine gute Möglichkeit das Futter unbemerkt ins Wasser zu bringen. Mir persönlich ist jedoch ein Futterboot zu teuer. Mein favorisierter Spot ins im Verbindungskanal zwischen den Becken. Hier sind relativ wenig Wasservögel unterwegs und wenn die Fisch durch den Kanal ziehen, kann man sie durch eine gut angelegte Futterstelle recht gut zum Fressen animieren und am Platz halten, es ist ja nur ca. 25 m breit. Man muss sich nur zu bestimmten Zeiten mit den Ruderern arrangieren. Dies funktioniert aber recht gut. Jetzt wäre noch die Montage zu erwähnen. Nach vielen Versuchen fische ich jetzt nur noch mit dem Helicopter-Rig. Mit diesem Rig meine ich die besten Einstellmöglichkeiten für den schlammigen, aber auch den verkrauteten Grund zu haben. In einem weiteren Beitrag werde ich näher auf die Montage eingehen. Das war's fürs erste zum Decksteiner Weiher.

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